Die Sache mit dem Regen

 Nachdem ich diesen Blog bisher vornehmlich zur Ausbreitung meiner unmassgeblichen Meinungen und Einschätzungen benutzt habe, werde ich ihn für einmal einem etwas nützlicheren Zweck zuführen. Ich zeige Ihnen, geneigte Lesenwollende, wie Sie unbeschadet durch einen plötzlich einsetzenden Schauer gelangen, selbst, wenn sie unbeschirmt zu Fuss unterwegs sind.

 Manche Leute reagieren in solchen – in unseren Gefilden übrigens nicht allzu selten vorkommenden Situationen – dergestalt, dass sie mit gesenktem Haupte zum Laufschritte überwechseln. Das mag sinnvoll sein, wenn die zurückzulegende unbeschirmte Distanz kurz ist (um die 25 Meter). Bei längeren Entfernungen dürfte der Effekt dieser Schutzmassnahme bei null liegen.

Wenn ich von einem heftigen Regen überrascht werde, beschleunige ich meinen Schritt nicht. Ich ziehe meinen Kopf nicht zwischen die Schultern. Ich senke meinen Blick nicht. Nein, ich tue das einzig Vernünftige: Ich fange an, zu singen. Oder zumindest zu trällern. Und zwar das einzige mögliche Lied, das man in dieser Situation anstimmen kann. Natürlich handelt es sich um das Lied „Singin‘ in the rain“, gesungen und getanzt vom unvergleichlichen Gene Kelly im gleichnamigen Film-Musical aus dem Jahr 1952. Hier die betreffende Szene: http://www.youtube.com/watch?v=D1ZYhVpdXbQ

Sie denken, die Leute halten Sie für verrückt, wenn Sie so etwas tun? Selbstverständlich tun sie das. Aber seien wir ehrlich – Wer ist wirklich der Verrückte: Der, der mitten im Regen zu singen (und bestenfalls zu tanzen) anfängt, oder der, der bei prekären Sicht- und Strassenverhältnissen mit gesenkten Blick über die Strasse rennt, obwohl er dadurch nicht minder nass wird?

PS: Wenn es nicht regnet, schadet es nicht, auf dem Weg zur Arbeit ebenfalls zu trällern. Warum nicht „It had to be you?“ (http://www.youtube.com/watch?v=xkxgGbYqBwY). Glauben Sie mir, der Tag fängt so gleich viel besser an. Ja, ich weiss, verrückt und so. Aber lieber verrückt, als mit einer solchen finsteren Miene unterwegs, wie ich sie leider jeden Tag beobachten muss.

 

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2 Responses to Die Sache mit dem Regen

  1. Schmieli sagt:

    Ach wie schade, lieber Daniel, dass ein solch in leichtem Ton über ein gesellschaftspolitisch vielleicht eher unwichtiges, gesamtgesellschaftlich aber äusserst relevantes Thema – schliesslich werden wir alle in unseren Breitengraden ab und zu von einem Guss überrascht – geschriebener Beitrag so keine Kommentare provoziert!! Ich stelle mir für den Rest des Tages vor, wie du auf den Strassen tanzt und singst. Das vertreibt allfällige Finsternis aus meiner Miene. :-)

    • Daniel Menna sagt:

      Grundgütiger, @Schmieli, erst jetzt sehe ich diesen deinen Kommentar. Und nehme ihn mit grösster Freude zu Kenntnis. Danke. :)

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